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 Wells, Dan

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Butch
König
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BeitragThema: Wells, Dan    Di 15 Jan - 11:24 by Butch

Band 1 - Ich bin kein Serienkiller

Der fünfzehnjährige John will ein ganz normaler Teenager sein, die Schule besuchen und Mädchen kennenlernen. Doch er weiß, dass in ihm ein düsteres Geheimnis schlummert. Es ist nicht nur das Interesse an Serienkillern, das sein ganzes Leben bestimmt, nicht nur seine Faszination vom Tod. Es ist die Furcht, dass er eines Tages selbst zum Killer wird. Denn John trägt ein Monster in sich. Und als unerklärliche Morde in der Stadt geschehen, muss er sich nicht nur einem dämonischen Gegner stellen, sondern auch sich selbst …

Quelle Thalia
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Du spürst, da ist etwas Böses in dir. Deine Freunde behaupten, es sei bloß Einbildung. Aber du weißt es besser. Du versuchst es mit allen Mitteln zurückzuhalten. Verbietest dir selbst den Kontakt zu Mädchen, besuchst den Psychotherapeuten, hältst dich stets unter Kontrolle. Doch niemand kann dir helfen. Denn diese dunkle Gewissheit ist da. Eines Tages wird es ausbrechen. Du wirst zum Serienkiller werden. Die Frage ist nur – wann?

o wie es sein soll, erzählt der Klappentext der deutschen Ausgabe auf Dan Wells Romanerstling „Ich bin kein Serienkiller“ (orig.:„ I am not a Serial Killer“) einen Abriss über die Anfänge dieser Geschichte. Ein junger Mensch entdeckt an sich Anzeichen einer Entwicklung zum Serienkiller. Ein Krimi also?

Spektakulär kommt die Gestaltung des Buches daher: Das Cover wie eine rissige Wand, der Titel wie mit Blut darauf gekritzelt und der Buchschnitt ist uneben, wie abgerissen. Auch die Schlagworte auf dem Innencover erleichtern die Zuordnung zu einem Genre nicht gerade: „John trägt ein Monster in sich – meist diskutierter Thriller des Jahres“. Soviel vorab: Dieser Roman entpuppt sich als Horror-Thriller, denn die Monster darin sind „echte“ Dämonen.

Ein Fünfzehnjähriger wird zum Dämonenjäger

John Cleaver ist ein Einzelgänger. Nicht allein seine seltsamen Obsessionen, die ihn die Nähe der Leichen im Beerdigungsinstitut seiner Mutter suchen und ihn jedes kleine Detail über Serienmörder aufsaugen lassen, sorgen dafür. Ein strenger, selbstauferlegter Verhaltenscodex im Umgang mit Mitmenschen erlaubt ihm gerade mal einen Alibifreund in der Schule, Max, und ein entferntes Schwärmen für das Mädchen Brooke. John trägt einen Dämon in sich, den er mühsam vor seiner Umwelt verbirgt.

Als in Clayton grausame Morde geschehen, entdeckt John Merkmale, die auf Serienmorde schließen lassen. Die Opfer scheinen willkürlich ausgewählt zu sein und der Killer nimmt einen Körperteil als Trophäe mit. Doch dann weicht der Täter vom Schema ab und John ahnt, das etwas noch Böseres am Werk ist, ein Dämon. Ihm wird klar, dass er diesen Dämon überführen kann, wenn er die Barrieren zu seinem Inneren nieder reißt. Der Junge folgt der blutigen Spur des Monsters bis in das unmittelbarer Umfeld seiner Familie.

Soziopathisch oder besessen?

Rückblickend erzählt der Teenager John Cleaver von den grausigen Geschehnissen, die er erlebt, als eine Mordserie seine Heimatstadt im mittleren Westen heimsucht.

„Damals wussten wir es noch nicht, aber Mrs. Anderson sollte für sechs Monate der letzte Mensch im Clayton County bleiben, der auf natürliche Weise gestorben war. Die anderen holte der Dämon.“
Man erfährt direkt am Anfang der Geschichte, was noch kommen wird, doch zunächst führt Dan Wells seine Hauptfigur ein. John berichtet von der Arbeit mit seiner Mutter, von seinen Therapiesitzungen mit Dr. Neblin und von den Gesprächen mit seinem einzigen Freund. Und obwohl, oder weil alles aus der naiven Sicht eines Fünfzehnjährigen geschildert wird, geht es dem Leser ähnlich wie Max. Wachsendes Unbehagen schleicht sich ein. Die Gespräche mit seinem Psychiater helfen John, seiner Umwelt ein normales Leben vorzutäuschen und dienen auch dem Leser als Reflektion. Sicherlich ist John ein Soziopath und trotzdem ein Sympathieträger. Nach dem ersten Drittel nimmt die Handlung, die allerdings nie langweilig ist, so richtig an Fahrt auf.

Jagd auf einen Dämon – wie im Krimi

So verrückt die Idee auch klingt, dass ein Junge ein blutrünstiges, menschenzerfetzendes Biest jagt, in „Ich bin kein Serienkiller“ kommt sie glaubwürdig herüber und bereitet viel Lesevergnügen. Die gruseligen Morde werden aus der Perspektive des Teenagers beschrieben, der fassungslos, aber mit dem Verständnis eines potentiellen Täters beobachtet und analysiert. John beschreibt in detailgenauen Bildern und erfindet wie ein Forscher Begriffe, um das Grauen greifbarer zu machen. Trotz des dargestellten Horrors sind es nicht die bestialischen Taten, sondern die Entwicklungsgeschichte des Monsters, und nicht zuletzt seine eigene, die John und den Leser überraschen und erschüttern. Dan Wells’ Charakterisierung der beiden Hauptfiguren, des Jägers und des Gejagten, ist persönlich und emotional ergreifend. Nur manchmal kauft man John seine souveränen und messerscharfen Schlussfolgerungen nicht ganz ab. Doch damit des Guten nicht genug.

„Ich bin kein Serienkiller“ liest sich wie ein klassischer Krimi, in dem das übernatürliche Element sowohl in der Rolle des Täters als auch in der des Ermittlers agiert. Die eingeschränkte Sicht des Ich-Erzählers steigert die verblüffende Wirkung der Wendungen in der Handlung noch. Dan Wells konstruiert einen originellen Plot und einen nervenaufreibenden Show-Down, der einerseits eine zufriedenstellende Auflösung bietet, aber beim Leser auch Fragen zurück lässt. Wer war nun der bösartigere Dämon? Glücklicherweise bleibt Johns weiteres Schicksal offen. „Ich bin kein Serienkiller“ ist der Auftaktroman zu einer Serie, dessen Fortsetzung man kaum erwarten kann.

Quelle unbekannt

Band 2 - Mr. Monster

Mein Name ist John Cleaver. Ich bin 16 Jahre alt. Ich mag Lesen, Kochen und ein Mädchen namens Brooke. Ich möchte das Richtige tun. Ich möchte ein guter Mensch sein. Doch das ist nur die eine Hälfte von mir. Mein Name ist Mr. Monster. Ich weise alle Eigenschaften eines Serienkillers auf. Ich phantasiere über Feuer, Gewalt und Tod. Ich habe einen Dämon besiegt. Aber es gibt viele Dämonen da draußen. Zu viele. Und jeden Tag verspüre ich den Drang, erneut zu töten.

Band 3 - Ich will dich nicht töten

Meine wichtigsten Regeln lauten: Sieh Mädchen nicht an. Sprich nicht länger mit ihnen als nötig. Und, um Gottes willen, verlieb dich nicht in sie! Doch nun ist da Marci, und sie ist unwiderstehlich. Ich möchte mit ihr zusammen sein. Ich möchte sie berühren. Ich möchte einfach ein normaler sechzehnjähriger Junge sein. Doch ich bin alles andere als das – ich bin ein Serienkiller. Ich weiß, dass es dort draußen Dämonen gibt. Ich träume von ihnen, jede Nacht. Und ich fürchte, dass das Dunkle in mir erneut die Oberhand gewinnt. Ja, ich liebe Marci. Und ich will sie nicht töten. Aber alle Regeln sind gebrochen, und wie kann ich das Schlimmste jetzt noch verhindern?[/center]

Quelle

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Meine wichtigsten Regeln lauten: Sieh Mädchen nicht an. Sprich nicht länger mit ihnen als nötig. Und, um Gottes willen, verlieb dich nicht in sie! Doch nun ist da Marci, und sie ist unwiderstehlich. Ich möchte mit ihr zusammen sein. Ich möchte sie berühren. Ich möchte einfach ein normaler sechzehnjähriger Junge sein. Doch ich bin alles andere als das – ich bin ein Serienkiller. Ich weiß, dass es dort draußen Dämonen gibt. Ich träume von ihnen, jede Nacht. Und ich fürchte, dass das Dunkle in mir erneut die Oberhand gewinnt. Ja, ich liebe Marci. Und ich will sie nicht töten. Aber alle Regeln sind gebrochen, und wie kann ich das Schlimmste jetzt noch verhindern?

„Ich will Dich nicht töten“ ist nun das letzte Buch der „John Cleaver“ Trilogie von Dan Wells, die besonders in Deutschland eine beachtliche Leserschaft gewann. Der Amerikaner macht als unterhaltsamer und nachdenklicher Schreiber auf sich aufmerksam – nicht nur in seinen Büchern, sondern auch in seinem hervorragenden Blog, der immer einen Blick wert ist. Nach den zwei spannenden Bänden „Ich bin kein Serienkiller“ und „Mr. Monster“ dürfte die Erwartungshaltung der John Cleaver Fans an das Finale „Ich will Dich nicht töten“ ziemlich hoch sein.

Gute Zeiten für Bestattungsunternehmer

„Warum erzählst Du mir das?“ fragte die Frau. „Weil Sie die nächste sind“, antwortete ich. „Ich bin der Dämonenjäger“ Kommt und holt mich, wenn ihr Euch traut.„
[aus “Mr Monster„]
Und die Dämonen kommen nach Clayton-County und bescheren John Cleavers Mutter, die dort ein Bestattungsunternehmen führt, eine glänzende Auftragslage. Dreiundsechzig Tage nach den letzten Morden schlägt erneut ein Dämon zu und John Cleavers Jagd auf “Niemand„ beginnt. Das erste Mordopfer ist Pastor Olsen. Aus seinem Rücken ragen zwei lange Stöcke, ihm wurden Hände und Zunge abgeschnitten und zahlreiche Stichwunden versetzt. Kurz danach erwischt er den Bürgermeister. Auch er wird mit Pfählen gespickt aufgefunden, an denen dieses mal blutige Plastikstreifen wie Flügel wehen. Auch diesem Toten fehlen Zunge und Hände.

John Cleaver, der Dämonenjäger, holt sich Unterstützung von Marci, der hübschen und beliebten Klassenkameradin. Unerwarteterweise sieht sie in John einen Held, interessiert sich für seine Ermittlungen und verbringt gern Zeit mit ihm. John ist nicht länger der “Freak„ seiner Schulklasse, sondern ein geselliger Kumpel. Zudem ist Marcis Vater Polizist im County, der seiner Tochter inoffizielle Details anvertraut, die John wiederum wertvolle Hinweise auf den Täter liefern.
Die Morde entsprechen dem Tatprofil des sogenannten “Handlangers„, einem bereits bekannten, zuvor in Georgia mordenden Serienkiller. John weiß nun, dass dieser die Dämonin sein muss, die er gerufen hat. Doch gepfählte Mordopfer sind nicht die einzigen Toten, die Clayton-County zu beklagen hat. Gleich mehrere jugendliche Mädchen bringen sich um. Sind das wirklich Selbstmorde, oder sind auch sie Opfer der Dämonin? Oder ist gar ein zweiter Dämon im County unterwegs?

John Cleaver ist kaum wieder zu erkennen

Nachdem Brooke John abserviert hat, scheint er in Marci eine perfekte Partnerin gefunden zu haben. Sie schreckt nicht vor seinem obskuren Hobby zurück und holt ihn sogar aus der selbstgewählten Einsamkeit heraus. John hat mit seinen in den ersten Bänden allgegenwärtigen Regeln nichts mehr am Hut. Selbstbewusst erklärt er sich zum Dämonenjäger und sieht darin ein Ventil für seine seltsamen Gelüste. Es ist gut, dass der Autor seine Hauptfigur konsequent weiter entwickelt. Doch tut er das in dieser Form auch glaubwürdig? In “Mr Monster„ wurde Johns innerer Dämon zur zweiten Hauptfigur, in “Ich will Dich nicht töten„ wird dieser dagegen nur einmal kurz erwähnt und darüber wundert man sich. Eine bewusste Auseinandersetzung mit “Mr Monster„, wie im zweiten Teil, fehlt. Dennoch wirkt der innere Dämon immer dominanter auf John Persönlichkeit ein. Täuschen und lügen macht ihm nichts mehr aus, für sein Ziel, den Dämon zu stellen, scheint ihm fast jedes Mittel recht. Allzu leicht instrumentalisiert John den Pfarrer Erikson, der gern ein zweiter Dr. Neblin sein möchte. Im Gegensatz zu dem Psychologen, agiert er aber nicht nur ungeschickt, sondern auch unfassbar naiv und gibt somit eine recht schwache Nebenfigur ab. Am Ende wird John allerdings schonungslos mit dem Bild seines möglichen zukünftigen Selbst konfrontiert, was zu den Höhepunkten des Romans gehört.

Auf Beschaulichkeit folgt Horror

Dem Tempowechsel, mit dem Dan Wells schon in den ersten beiden Bänden den Spannungsaufbau erzeugt hat, bleibt der Autor auch im Finale treu. Immer wieder streut er alltäglich wirkende Passagen, in denen John mit seiner neuen Freundin zusammen ist, oder die üblichen pubertären Streitgespräche mit seiner Mutter führt, ein. Um unvermittelt umso brutalere und beängstigendere Szenen folgen zu lassen.

Eine weitere Neuerung des Finalbandes ist, das der Autor zwei Handlungsstränge verfolgt. Das bringt mehr Action in das Geschehen, allerdings verzettelt sich Dan Wells in Details, die die Geschichte nicht wirklich weiter bringen. Als ein Beispiel sei das vermeintliche Bombenattentat genannt, viel Dramaturgie, mit vergleichsweise wenig Bedeutung. Auch die “Dämonen„-Gespräche mit dem Pfarrer sind entbehrlich. Stattdessen hätte man gern etwas mehr über die Zusammenhänge der beiden Verbrechensserien und den Nachhall von Johns Blick in den Spiegel seiner Persönlichkeit erfahren.

Wie in den beiden Vorgängerbänden, hat es vor allem das letzte Drittel des Romans in sich. Und doch ist es dem Autor gelungen, in diesem letzten Band noch eins drauf zu setzen. Was Dan Wells hier inszeniert, geht wirklich unter die Haut und soll daher auch nicht näher erläutert werden. Das überwältigende, emotionale Finale entschädigt für kleine Unstimmigkeiten – und lässt ein Hintertürchen für weitere Dämonenjagden offen. Ob eine neue Serie folgen sollte, lasse ich mal dahin gestellt. Manchmal stimmt das Sprichwort: “Man sollte aufhören, wenn es am Schönsten ist"

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Wells, Dan

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